Das M'era Luna 2005, ein 3. Tage Festival der extreme.
Ein M'era Luna mit "normalen" Wetter wird es wohl nie geben. Entweder Hitze pur oder Regen und Matsch, ein anderes Festival habe ich noch nicht erlebt.
Wie jedes fanden auf 2 Bühnen an 2 Tagen (Samstag und Sonntag) 40 Künstler ihren Platz, zusätzlich fanden am Freitag und Samstag die Partys im Hangar statt.
Die Anreise, endete wie jedes Jahr im Stau auf der Hauptstrasse vor dem Festivalgelände. Nun ja wir hatten ja Zeit, also erstmal am Stau vorbei und schnell die nötigen Utensilien in Hildesheim eingekauft. Als wie dann ankamen, war der Parkplatz bereits gut gefüllt und die Schlange vor dem Eingängen auf das Festivalgelände sehr lang. Das Wetter sah zu diesem Zeitpunkt bereits bedrohlich nach Regen aus. Aber was macht die liebe Security (vermutlich im Auftrag des Veranstalters)… tja, man lässt die Besucher warten, das es auch ja erst das regnen Anfängt und jeder und alles richtig nass wird/ist bevor man die zahlenden Gäste auf das Gelände lässt. Bravo, saubere Planung.
Dem Regen zum trotz, öffneten die Securitys dann doch 2 Minuten vor der offiziellen Einlasszeit die Tore und der Run gegen den Regen und die besten Zeltplätze ging los. Es blieb zum Glück am Freitag noch bei etwas kürzeren Regenschauern und später kam ja dann die Party im trockenen Hangar.
Schlechte Laune, nasses Zelt, ließen die Party als wähh erscheinen, Musik doof, Klang doof alles doof… ;)
Nun kam der Samstag und das ML fing richtig an… Auf den beiden Bühnen spielten bereits die ersten Bands wie: In Mitra Medusa Inri, Osiris Taurus, Limbogott, Klimt 1918, Qntal, Potentia Animi, Negative, Leaves' Eyes… aber auch hier schon wieder die ersten Probleme: Sehr gute Bands wie: Combichrist, [:SITD:], Mesh und Hocico, spielten im überhitzten Hangar und zudem noch VNV Nation und Skinny Puppy parallel auf der Hauptbühne. Mal eine stärkere Lüftungsanlage für 2 Tage anzumieten kann ja eigentlich nicht so teuer und schwer sein oder? Für die Veranstalter wohl leider schon. 5 Jahre Erfahrung haben leider in diesem Zusammenhang immer noch nichts gebracht. Am Abend kam dann wieder die Party mit bekannten DJs aus der Szene im Hangar und man konnte den Tag gemütlich ausklingen lassen.
…und dann kam der Regen, nun ja eigentlich der Sonntag. Erstes Highlight war Staubkind, wie sollte es anders sein im Hangar, wobei um 11 Uhr ist der Hangar klimatechnisch noch annehmbar. Trotz der frühen Stunde füllte die Band Staubkind den Hangar bereits sehr gut. Aber Staubkind hat es eigentlich echt nicht verdient Opener zu machen und zudem noch grandiose 20 Minuten Spielzeit zu bekommen, aber einer muss ja anfangen. Des Weiteren spielten Cephalgy, Kiew, Amduscia und Trisomie 21 im Hangar und Scream Silence, The Vision Bleak, Faun und Gate auf der Hauptbühne, gefolgt von Bands wie: The Birthday Massacre aus Canada, Zeraphine (Be my Rain, wie passend), Lacuna Coil, Flesh Field und Melotron.
Inzwischen war das ML Gelände eine reine Sumpflandschaft, man versuchte mit Stroh alles ein wenig zu verbessern, aber der Regen hörte nicht auf.
Am Sonntagabend, bespielten die beiden Bühnen bzw. füllten den Besucherraum davor Bands wie: Subway to Sally, Deine Lakaien, Diary of Dreams, Klinik und natürlich die Urgesteine des Gothic-Rocks "The Sisters of Mercy" aus England.
Braun statt schwarz, nicht missverstehen, so sahen nun unsere Hosen, Schuhe und Mäntel aus, also noch mal kurz umgezogen und eine der Zeltplatzpartys aufgesucht. Die obligatorische Trommelperformance wurde dieses Jahr von einem Künstler mit Lichtkegeln unterstützt.
Endfazit:
1. Securitys: Können wir persönlich dieses Jahr nichts sagen, waren immer freundlich und hatten einen Plan.
2. Hangar: Zu voll, zu warm, wie jedes Jahr.
3. Lineup: Nicht so berauschend.
4. Verteilung der Acts auf beiden Bühnen: Auch hier wie immer, das Beste im Hangar oder zeitgleich.
5. Preise:Unterschiedlich, das Essen war mal für den Preis in Ordnung und mal eine Frechheit. Die Getränke zumeist überteuert.
6. Wetter: Wir wissen, hier kann der Veranstalter nichts für, aber es war richtig scheiße.
Bei einer Bewertung von 1 - 10:
- 1 Für den Eintrittspreis, er ist einfach für die heutigen Verhältnisse zu teuer.
+/- 0 Für das Lineup, man kann es ja doch nie allem recht machen.
+ 1 Securitys, sie lernen.
- 1 für den weiterhin zu warmen und schlecht durchlüfteten Hangar.
- 1 für die Verteilung der Acts auf den Bühnen.
+ 1 für das große Angebot an Markt und sonstigen Ständen.
(- 1) Es gab wieder nur Luckis, grrr (werten wir aber nicht).
(+ 1) Es gab wie immer Becks Bier (werten wir auch nicht).
+ 1 Für die Sanitären Anlagen.
+ 1 Für den Versuch mit dem Stroh, die Verhältnisse ein wenig zu verbessern.
Durchschnitt = 5 -3 (3 mal Minus) + 4 (4 mal Plus), so kommen wir auf 6 Punkte = Schulnote 3,6!