Festivalbericht vom "M'era Luna Festival" 2006
in Hildesheim vom 12. bis 13. August 2006

Nun gehört das 7. M’era Luna Festival auch schon wieder der Vergangenheit an. Nach ca. 4 stündiger Anfahrt, waren wir froh, Freitagnachmittag um halb 3 rechtzeitig angekommen zu sein, in der Hoffnung, einen guten Zeltplatz zu ergattern. Dieser war bei unserer Ankunft bereits gut gefüllt, obwohl er eigentlich erst anderthalb Stunden später öffnen sollte. Für die Frühankömmlinge mit Sicherheit erfreulich, allerdings verstehe ich nicht, wieso überhaupt Zeiten bekannt gegeben werden, wenn sie dann doch nicht eingehalten werden. Nun ja, zunächst einmal mussten wir ja sowieso erst unsere Bändchen holen. Das Personal an der Presse-Bändchen-Ausgabe war zwar freundlich und gut gelaunt, allerdings ging es dort ziemlich chaotisch zu und es dauerte eine ganze Weile, bis wir an der Reihe waren, obwohl gerade mal eine Person vor uns war.

Anschließend ging es ans Zelt aufbauen, wobei der Himmel von einer verdächtig grauen Wolkendecke bedeckt war. So sah das Wetter auch fast das ganze Wochenende aus, mit Ausnahme ein paar vereinzelter Regentröpfchen blieb es aber zum Glück trocken und nicht zu heiß. Nachts war es allerdings sehr von Vorteil, genügend Decken dabei zu haben, um nicht am Boden fest zu frieren.

Positiv war auch, dass das Toiletten-Personal das ganze Wochenende über sehr gute Arbeit geleistet hat, da die WCs stets sauber waren und es immer genügend Klopapier gab. Daumen hoch! Auch die Dixies wurden häufig gereinigt, da es aber leider Leute gibt, die scheinbar zu blöd sind, um zu treffen, waren die nicht immer sehr appetitlich. Kleinere Probleme gab es aber scheinbar bei den Duschen, da es ab und zu vorkam, dass auf einmal gar kein Wasser oder zumindest nur ein paar Tröpfchen kamen.

Wegen Schlafmangel-bedingter Faulheit, beschlossen wir, uns Samstagmorgen unseren Kaffee nicht selbst zu kochen, sondern ihn an einem der Frühstücks-Zelte zu kaufen. Eigentlich wollten wir noch ein Salami-Baguette und ein Rührei dazu, das Baguette gabs sofort, allerdings wurde uns gesagt, das Rührei dauert noch etwas, da der Ofen noch aus ist und dann erst aufheizen müsse. Kein Problem, dachten wir uns, kommen wir halt später noch mal vorbei. Nachdem wir dann allerdings zum 5ten Mal auf später vertröstet worden sind, haben wir uns entschlossen, das mit dem Rührei bleiben zu lassen. Was ich auch nicht gerade appetitanregend fand, war das Kaffeepulver im Putzeimer, die völlig verrostete Pfanne, und die tiefschwarzen Putzlappen hinten in der Ecke, von denen ich doch schwer hoffe, dass sie nicht zum Tisch-Abwischen oder ähnliches genutzt wurden. Dies war dann auf jeden Fall unser erster und letzter Besuch beim Frühstückszelt in diesem Jahr.

Was ich allerdings gut fand, war, dass die Security immer freundlich und stets präsent war. Auf der Bühne haben mich besonders "Girls under Glass", die mit einigen Gastauftritten überraschten, "Gothminister" und "The Birthday Massacre" überzeugt, sehr enttäuscht war ich allerdings von "Terminal Choice", die mit ihrem eigenartigen "New Metal"-Stil mit Sicherheit einige Fans verloren haben. Des Weiteren halte ich "Bauhaus" nicht unbedingt für einen geeigneten Headliner, Kultstatus hin oder her. Mich haben sie auf jeden Fall nicht vom Hocker gerissen.

Und dann gibt es halt noch die üblichen Kritikpunkte wie jedes Jahr, nämlich, dass der Hangar wie immer überfüllt, heiß und stickig war und dass 4,- Euro Eintritt für die Hangar-Party doch recht heftig sind.

Alles in allem sind es aber größtenteils doch nur Kleinigkeiten, die verbessert werden könnten und im Großen und Ganzen war auch das M’era Luna 2006 wieder ein gelungenes und schönes Festival. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf nächstes Jahr!