Festivalbericht vom "Summer Breeze Open Air" 2004
in Abtsgmünd vom 19.08.04 und 21.08.04

Ein Jahr ist schon wieder vergangen und ich habe mich auf diese 3 Tage gefreut wie ein kleiner Bub aufs Christkind. Gleich bei der Anfahrt stellte ich fest, wie einfach und unkompliziert die Anfahrt im Gegensatz zu letztem Jahr war. Man konnte in der ersten Kurve vor dem Zeltplatz sein Festivalbändchen abholen, was die Wartezeit vor den Kassenhäuschen um einiges verringert.

Donnerstag, 19.8

Unsere erste Band an diesem Tag, war „Gorerotted“ aus England, die einfach nur die Menge vor der Painstage zum toben brachten. Ich habe die Jungs noch mal persönlich getroffen und muss sagen die Jungs sind auch als Privatpersonen lustig. Anschließend eroberten die Black Metaller „Mörk Gryning“ aus Schweden die Mainstage. Leider war es schwer die Gitarren aus dem ganzen Soundgerumpel, die im Soundturm gemischt wurden, herauszuhören.Ansonsten war die Stimmung und die Show einfach nur Hammer!
Im Anschluss an der Painstage, machten sich die Jungs von „Fleshcrawl“, zu meiner Freude an die Arbeit, halb Abtsgmünd einzureisen. Die Ulmer Schweden Death Metaller ließen es mit Klassikern wie „As Blood rains from the Sky“ und Stücken ihrer neuen Scheibe „Made by Flesh“ mächtig krachen.
„Crematory“ waren für mich einer der Topacts auf dem diesjährigen Summer-Breeze. Nicht nur Klassiker wie „Tears of Time“ oder „Ist es Wahr“ wurden gespielt sondern auch der Chartabräumer „Greed“ vom aktuellen Album „Revolution“. „Hypocrisy“ sind für mich immer wieder eine wahre Freude. Die Schweden räumten mit einem Klassiker nach dem anderen auf. Vom aktuellen Album „The Arrival“ habe ich persönlich leider nichts herausgehört, freute mich aber am meisten über den Burner „Rosewell 47“. Als die Finnen von „Sentenced“ auf die Bühne kamen, war die Meute schon recht gut angeheizt und die Stimmung war einfach klasse. Am Sound gibt es einfach nichts zu meckern und die Songauswahl gibt keinen Grund zu meckern. Sentenced haben wirklich ein gutes Händchen dafür, die Leute nicht in tiefste Depressionen zu stürzen (was bei den CDs durchaus mal passieren kann), sondern machen musikalisch eine gute (Mitsing-)Stimmung und bieten dabei jedem etwas von „Down“-Zeiten bis hin zum neuen Material. Über den ganz neuen Song will ich mir kein endgültiges Urteil erlauben, da man den Unterschied zwischen Live und Studio nicht immer heraushört. Aber man kann auf jeden Fall sagen, dass er wieder mächtig abrockt.

Freitag, 20.8

Ich war von der kalten Nacht noch schwer angeschlagen. Somit war um 13.50 Uhr „Dark Fortress“ meine erste Band. Ich kannte die Jungs aus unseren Landen nur vom aktuellen Legacy Sampler und wollte sie mir aufgrund des Liedes „Iconoclasm Omega“ unbedingt anschauen. Denn selten hat mir eine Black Metal Band so gut gefallen, wie „Dark Fortress“, welche die Bühne der Painstage, zu solche frühen Stunden, für eine Black Metal Band doch recht gut befüllen konnte. Durch den Starken Regen war ich auf den Zeltplatz gefesselt und konnte mich erst wieder zu „Sodom“ durchringen aufs Festivalgelände zu gehen. Und ich muss sagen es hat sich gelohnt. Die Trash Metal Legende, begann die Show mit dem Klassiker „Wachturm“ und heizte weiter mit Klassikern wie „Agent Orange“, „Bombenhagel“ oder „Stumme Ursel“ ein. Direkt darauf folgte die Frankfurter Thrash Legende „Tankard“. Ich muss sagen bei diesen Jungs dreht sich ja wohl alles nur ums eine, nämlich Saufen! Was wiederum eine ganze Menge Stimmung aufbringt. „Die Happy“ sollten den Anschluss übernehmen. Na ja, die von Tankard erzeugte Stimmung wurde von Die Happy Sängerin Marta gleich wieder mit Sprüchen wie: „Seht her ich habe mir extra für euch Roten Lippenstift aufgetragen.“ oder: „Ich zieh mich aus, wenn ihr euch auszieht.“ getrübt. Die meiste Stimmung und für mich der Hauptgrund des SB 04 waren „Six Feet Under“. Der zottelige Sänger Chris Barnes hatte das Publikum schon nach Sekunden im Griff. Mit überraschend Politischen Ansagen gegen das Amerika unter der Bush Regierung, folgend hart auf hart die Klassiker der Band, „Haunted“, „Victim of the Paranoid“, „No warning Shot“ oder dem AC/DC Klassiker „TNT“. Nicht zu vergessen dem Spruch „Fuck George Bush, Fuck George Bush“.

Samstag, 21.08

Heute mal ein bisschen früher runterlaufen um sich mal ein Paar Bands mehr anzuschauen, war mein Plan. Also 12:05 erste Band „Immortal Rites“, die Todes Metaller aus Schwäbisch Gmünd, die leider nur eine halbe Stunde hatten, was meiner Meinung nach viel zu kurz war und die Jungs auch sichtlich unter Druck setzte. Dennoch eine tolle Show zum Wach werden. „Equilibrium“ als Folgeband hatten das Pech, das man den Sänger kaum heraushören konnte und es anfing zu Regnen. Was mich zum flüchten auf den Zeltplatz bewegte. Erst zu „Schandmaul“ , sprich, als es wieder aufhörte zu Regnen, bewegte ich mich auf den Festivalplatz um mich 50 Minuten lang von Schandmaul bei guter Laune zu halten. „Ensiferum“ waren an diesem Tag, die letzte Band für mich, da mich der Regen total aufgeweicht hatte und ich nichts trockenes mehr dabei hatte, legte ich mich frierend ins feuchte Zelt. Im nachhinein erfuhr ich noch, das Mister Glen Danzig sich nicht fotografieren lassen wollte und absolutes Fotograben verbot aussprechen lies. Und Finntroll drehte man bei der Zugabe um punkt 1:01 Uhr den Saft ab. Es war ein schönes Festival, nur leider sehr schlechtes Wetter. Ich war anschließend erst mal 1 Woche im Bett gelegen mit Fieber und einer dicken Erkältung.
Bis zum nächsten Jahr und dann hoffentlich mit Sonnenschein.

Mano