Abschluß Presseerklärung vom "Wave Gotik Treffen" 2002
in Leipzig vom 17. bis 20.05.02

Das 11. Wave Gotik Treffen ist Geschichte. Mehr als 150 Bands, viele Lesungen, Filme, der Mittelaltermarkt „Celebrant“ und das Heidnische Dorf gingen in 12 Veranstaltungsstätten in der gesamten Stadt Leipzig über die Bühnen und fanden ein aufgeschlossenes, interessiertes und oft begeistert mitgehendes Publikum.

Bis auf wenige Ausnahmen fanden alle Veranstaltungen zu den angegebenen Zeiten statt, es gab keine nennenswerten organisatorischen und technischen Pannen (die Veranstaltungen des Montagabends stehen noch aus). Bedauerlich für viele Gäste war die wegen Terminproblemen bei der Künstlerin notwendig gewordene Vorverlegung des Konzertes mit „Persephone“, die nicht mehr in erforderlicher Breite kommuniziert werden konnte. Bei Highlights wie Frontline Assembly, The Mission oder Soft Cell kochte die Stimmung über. Besonders freuen wir uns darüber, dass wir trotz des akuten Mangels an preiswerten Hotelzimmern wegen des gleichzeitig stattfindenden Turn- und Sportfestes ca.17.000 Gäste begrüßen durften. Im Übrigen verlief die Begegnung zwischen Gothics und Turnern für beide Seiten konfliktfrei und durchaus aufschlussreich.

Leider kam es zu zwei Vorfällen der eher unschönen Art: So musste durch uns die Performance eines Fetish-Artikel. Anbieters auf dem großen Treffen-Markt abgebrochen werden, nachdem die Darbietungen eindeutig die gesetzlichen Grenzen in Bezug auf Präsentation pornographischer Inhalte überschritten hatten.

In der Nacht von Samstag zu Sonntag hatten sich vor zwei Veranstaltungsorten (Völkerschlachtdenkmal und Haus Leipzig) Gruppen von Jugendlichen versammelt, die offenkundig der linksradikalen Szene zuzuordnen sind. Aktiviert von einzelnen Tageszeitungsmeldungen, nach denen angeblich rechtsradikal orientierte Künstler auf dem Treffen auftreten würden, griffen diese Jugendlichen einzelne Treffenbesucher nach dem Verlassen der Veranstaltungsorte zum Teil tätlich an. Wir bedauern, dass erstmals einzelne unserer Gäste zu Opfern von tendenziöser Presseberichterstattung wurden.

Im Übrigen ist es nahezu überflüssig zu erwähnen, dass von den Besuchern des Treffens weder in den Veranstaltungsorten noch in der Stadt Leipzig Gewalt oder Vandalismus in irgendeiner Form ausgingen. Das Treffen war ebenso von Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit geprägt wie seine Vorgänger. Die Zusammenarbeit mit den staatlichen Organen von Ordnungsamt über Polizei bis zum Verfassungsschutz war stets offen und kommunikativ. Es gab von Seiten dieser Organe keinerlei Veranlassung, in den Verlauf der Veranstaltung in irgendeiner Form einzugreifen.

Treffen und Festspielgesellschaft für Mitteldeutschland mbH.